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Donnerstag, 2.September 2010
Die Welt

Erste Bundesländer erhöhen die Grunderwerbsteuer

(Auszug) 

In weiten Teilen Deutschlands wird der Immobilienkauf  bald erheblich teuerer. Nachdem bereits die Länder Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt die Grunderwerbsteuer von 3,5% auf 4,5% erhöht haben, wollen nun fünf weitere Bundesländer nachziehe. Bereits acht von 16 Bundesländern haben damit die Steuer angehoben oder planen, sie zu erhöhen. Am stärksten schlagen Brandenburg und Schleswig-Holstein zu. Dort wird der Steuersatz in 2011 bzw. 2013 auf 5% erhöht. Eine Erhöhung von 3,5% auf 5% entspricht faktisch einer Steuererhöhung um 42,8%.

 


Mittwoch, 1.September 2010
Die Welt

Baugeld so preiswert wie noch nie

(Auszug) 

Nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik konnten Familien so billig wie heute ihr Eigenheim finanzieren. Die Baugeldzinsen sind auf historischen Tiefstand gefallen. Der durchschnittliche Zinssatz für ein zehnjähriges Darlehen lag gestern bei 3,22%. Grund für diese tiefen Zinsen ist die Unruhe an den Börsen. Geringe Wachstumsaussichten für die globale Wirtschaft und hohe Unsicherheit über die enorme Verschuldung in weiten Teilen der Welt haben Investoren verunsichert. Die Folge ist die Flucht aus den Aktienmärkten in die als besonders sicher geltenden deutschen Staatsanleihen und Hypothekenpfandbriefe. Dadurch können Banken ihre Immobiliendarlehen derzeit günstig refinanzieren und buhlen nun mit niedrigen Zinsen um Kunden.


Donnerstag, 24. Juni 2010
Die Welt

Bei nicht exakt formulierten Testamenten droht Zwangsversteigerung

(Auszug) 

Vererbte Eigentumswohnungen und Häuser sorgen oft für Streit unter den Erben, denn die einzelnen Bedachten haben oft unterschiedliche Interessen. Dies kann bereits bei zwei Geschwistern der Fall sein, wenn der eine das Haus behalten möchte, der andere es aber verkaufen will. Jeder Miterbe hat das Recht, sich aus der Eigentümergemeinschaft zu lösen und sich seinen Anteil auszahlen zu lassen. Fehlt den Miterben dazu das Geld, kann der Aussteiger die Immobilie zwangsversteigern lassen. Wollen die anderen Erben das Haus behalten, müssen sie bei der Teilungsversteigerung mitbieten. 
Selbst wenn alle Erben die Immobilie behalten wollen, sind Konflikte nicht ausgeschlossen, wenn z.B. Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten anstehen und Kosten zu tragen sind. Die Erbengemeinschaft kann nun Beschlüsse mehrheitlich fassen und auch Unterlegene müssen sich an die Beschlüsse halten. Beschließt die Mehrheit nun teure Sanierungen, kann es für die Minderheit u.U. problematisch werden, wenn das entsprechende Geld nicht vorhanden ist.

Streitigkeiten lassen sich am besten durch ein exakt formuliertes Testament vermeiden. Hierin können alle Eventualitäten genau geregelt werden, auch wie zu verfahren ist, bei unterschiedlichen Vorstellungen der Erben zur Immobilie. Jeder Notar leistet hier Hilfestellung. Ein paar hundert Euro sind gut angelegt, wenn anschließend der Friede unter den Erben gewährleistet ist.

Juni 2010

Wer lebt denn hier über seine Verhältnisse?

Von Stephan Ueberbach, SWR, ARD-Hauptstadtstudio

 

Liebe Bundesregierung, sehr geehrte Frau Merkel,

wen meinen Sie eigentlich, wenn Sie sagen, wir hätten jahrelang über unsere Verhältnisse gelebt?

Ich jedenfalls habe das nämlich ganz sicher nicht getan. Ich gebe nur das Geld aus, das ich habe. Ich zahle Steuern, bin gesetzlich krankenversichert und sorge privat für das Alter vor. Ich habe mich durch Ihre Abwrackprämie nicht dazu verlocken lassen, einen überflüssigen Neuwagen zu kaufen, ich bin kein Hotelier und kein Milchbauer. Und "Freibier für alle" habe ich auch noch nie verlangt.

Wer war wirklich maßlos?

Meinen Sie vielleicht die Arbeitslosen und Hartz IV-Bezieher, bei denen jetzt gekürzt werden soll? Meinen Sie die Zeit- und Leiharbeiter, die nicht wissen, wie lange sie ihren Job noch haben? Oder meinen Sie die Normalverdiener, denen immer weniger netto vom brutto übrigbleibt? Haben die etwa alle "über ihre Verhältnisse" gelebt?

Nein, maßlos waren und sind ganz andere: Zum Beispiel die Banken, die erst mit hochriskanten Geschäften Kasse machen, dann Milliarden in den Sand setzen, sich vom Steuerzahler retten lassen und nun einfach weiterzocken als ob nichts gewesen wäre.

Mehr Beispiele gefällig?

Zum Beispiel ein beleidigter Bundespräsident, der es sich leisten kann Knall auf Fall seinen Posten einfach hinzuwerfen - sein Gehalt läuft ja bis zum Lebensende weiter, Dienstwagen, Büro und Sekretärin inklusive.

Zum Beispiel die Politik, die unfassbare Schuldenberge aufhäuft und dann in Sonntagsreden über "Generationengerechtigkeit" schwadroniert. Die von millionenteuren Stadtschlössern träumt und zulässt, dass es in Schulen und Kindergärten reinregnet. Die in guten Zeiten Geld verpulvert und in der Krise dann den Gürtel plötzlich enger schnallen will, aber immer nur bei den anderen und nie bei sich selbst.

Liebe Frau Bundeskanzlerin, nicht die Menschen, sondern der Staat hat dank Ihrer tätigen Mithilfe möglicherweise über seine Verhältnisse gelebt. Ganz sicher aber wird er unter seinen Möglichkeiten regiert.

Mit - verhältnismäßig - freundlichen Grüßen,

Ihr Stephan Ueberbach


Freitag, 21. Mai 2010

Südhessenwoche

Das Passivhaus

(Auszug)

Vortrag in der Centralstation Darmstadt. Vor 18 Jahren kam ein neugieriger Physiker auf die Idee, dem abstrakten Begriff der Energieeffizienz ein Gesicht zu geben. Er wollte ein Haus so konzipieren, dass es sehr wenig Heizenergie verbraucht. Damals sagten die Skeptiker: "Das funktioniert nicht." Neugierig wie der Physiker war, begann er mit einem Team an Lösungen zu forschen, bis diese belegten: "Es geht doch" - und das erste moderne Passivhaus weltweit bauten.

Dieses Haus steht in Darmstadt-Kranichstein. Die Bewohner genießen ganzjährig gleichbleibende behagliche Temperaturen ohne Luftzug. Das Darmstädter Passivhaus-Institut gestaltet seit dem maßgeblich die Entwicklung des Passivhauskonzeptes in Deutschland. Dr. Berthold Kaufmann wird am 25.Mai in der Centralstation Darmstadt hierzu einen Vortrag halten.


Mittwoch, 15.April 2010

Immowelt

Bonitätsauskunft kostenlos: Gute Werte bedeuten günstige Kredite

(Auszug)

Wer ein Darlehen für den Hauskauf will, dessen Bonität wird vorher genau geprüft. Nach der Novelle des Bundesdatenschutzgesetzes zum 1. April 2010 müssen Auskunfteien jedem anfragenden Verbraucher ein Mal jährlich kostenlos Auskunft über die über ihn gespeicherten Daten geben. Die Bonitätsauskunft bzw. eine  gute Bonität ist wichtig, um einen zinsgünstigen Baukredit zu bekommen. Bürger können jetzt kontrollieren, welche Informationen über sie und ihre Bonität gespeichert wurden. Die bekannteste und größte deutsche Wirtschaftsauskunftei Schufa speichert Daten, die ihr von Banken, Versandhändlern oder Telekommunikationsunternehmen gemeldet werden. Außerdem werden Daten zum Wohnort oder auch zur Häufigkeit von Umzügen gehortet. Aus all diesen Informationen berechnet die Schufa einen so genannten Scoring-Wert. Er sagt aus, ob bei einer Person ein hohes oder ein niedriges Kreditausfall-Risiko besteht. Das Geheimnis, wie der Scoring-Wert berechnet wird, hütet die Schufa allerdings streng. Ein Formular, um Infos über die gespeicherten Daten anzufordern, gibt es auf der Webseite der Schufa. (https://www.meineschufa.de/...)


Samstag, 20.März 2010

Die Welt

Immobilien bieten seit Jahrhunderten Inflationsschutz

(Auszug)

Eine bewährte Strategie gegen Vermögensschwund durch Geldentwertung ist der Kauf von Grund und Boden. Studien untermauern die Schutzwirkung: Mindestens seit 1890 glich die Entwicklung der Häuserpreise die Inflation tatsächlich aus. Bei vermieteten Immobilien steigen die Mieteinnahmen nahezu proportional der Inflationsrate, während die Tilgungsraten, im Rahmen von Zinsänderungen, gleich bleiben. Die Wertigkeit des Bankdarlehens verliert dabei umgekehrt proportional zur Inflationsrate. Vorausgesetzt, dass auch die Einkommen mit der Inflation steigen, wird die Rückzahlung des Immobiliendarlehens immer leichter. 


Dienstag, 16.März 2010

Die Welt

Wohnungsbau in Deutschland auf dem Tiefpunkt

(Auszug)

Der Wohnungsbau in Deutschland geht weiter zurück. Nach Untersuchungen von Euroconstruct steht Deutschland im sechsten Jahr in Folge auf dem letzten Tabellenplatz in Europa. Im Jahre 1996 war dies noch ganz anders. Da lag Deutschland, unmittelbar hinter Irland, auf Platz zwei. Seit dem ist in Deutschland die Bautätigkeit auf ein drittel geschrumpft. Eine LBS-Umfrage zeigt bereits eine erhebliche Lücke zwischen Neubau und Bedarf. Die damit oft verbundene Sorge einer neuen Wohnungsnot sei allerdings stark übertrieben. Lediglich in den Ballungsräumen sei mit Verknappung zu rechnen. Wohnraum gibt es hingegen auf dem Land genüge, doch zieht es inzwischen immer mehr Menschen zurück in die Stadt. Angebot und Nachfrage, d.h. der Markt, wird dies wohl wieder über den Preis regeln.


Dienstag, 8.Dezember 2009

Die Welt

Neue Energiestandards beleben die Nachfrage nach Neubauten

(Auszug)

Historisch tiefe Zinsen und der neue Energiestandard beleben die Nachfrage. Die Energieeinsparverordnung vom Oktober dieses Jahres macht die Bestandsimmobilie ein ganzes Stück unattraktiver gegenüber der Neubauimmobilie. Wer sich eine Bestandimmobilie kauft, muss je nach Größe, Alter und Zustand, bis zu 50.000€ zusätzlich investieren um auf den geforderten energetischen Standard zu kommen. Damit schwindet der Preis-Vorteil der gebrauchten Immobilien gegenüber den Neubauten weiter. Neubauimmobilien bringen die neuen Energiestandard bereits von "Hause aus" mit.


Dienstag, 20. Dezember 2009

Welt am Sonntag

Hausbesitzer in Schockstarre

(Auszug)

Erst dieses Jahr hat die Bundesregierung mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 die Verbrauchsvorgaben für Immobilien im Mittel um weitere 30% gegenüber der EnEV 2007 verschärft. Danach darf der rechnerisch zulässige Primärenergiebedarf eines neuen Eigenheims statt zuvor zehn, nur noch sieben Liter Öl pro m² Wohnfläche und Jahr betragen. Diese Vorgaben gelten für alle neuen Häuser mit Bauantrag nach dem 31. September 2009. Zudem fallen Modernisierungen an Bestandsimmobilien unter die Auflagen. Die Verbrauchswerte für Bestandsimmobilien liegen bei 9,8 Liter Öl pro m² Wohnfläche und Jahr. Sobald bei einem bestehenden Haus zehn Prozent oder mehr von der Fassade, Dach- oder Fensterfläche erneuert wird, muss das gesamte Haus auf den neuen EnEV-Stand gebracht werden. Dadurch kommen hohe Kosten auf die Besitzer zu. Um ein Bestandobjekt auf den Standard EnEV 2009 zu bekommen, werden mindestens 70.000 € benötigt. Die energetische Sanierung der Fassade kostet bei einem Eigenheim 25.000€, ein neues Dach 35.000€, neue Fenster 10.000€ und eine neue Heizungsanlage zwischen 5.000€ und 15.000€. Viele Eigentümer sind angesichts der hohen Modernisierungskosten in Schockstarre verfallen und investieren lieber gar nicht mehr. Für den Zustand künftiger Verkaufsobjekte wird dies nicht förderlich sein. Die Neubauimmobilie wird für Kaufinteressenten wieder zur Alternative. 


Dienstag, 24.November 2009

Die Welt

Mit Wohneigentum in den Ruhestand

(Auszug)

Wer im Rentenalter keine Miete zahlen muss, kann viel Geld sparen. Deshalb hat Wohneigentum als Baustein in der privaten Altersvorsorge einen hohen Stellenwert. Der finanzielle Vorteil durch die eigenen vier Wände kann im Alter erheblich sein. Durchschnittlich 530€ Miete lassen sich nach heutiger Datenlage sparen, hat das statistische Bundesamt der Privaten Bausparkassen ermittelt. Das entspricht etwa einem Drittel der Netto-Einnahmen eines Rentnerhaushaltes. Zudem ist die Mietersparnis frei von Sozialabgaben und Steuern. Dies ist ein gewaltiger Vorteil, den andere Anlagenformen nicht haben. Im Gegenteil zu Kapitalanlagen wie Aktien oder Fonds, bleibt der Rentner auch bei drastischem Wertverfall noch immer bei seinem mietfreien Wohnen.


Mittwoch, 11.November 2009

Die Welt

Die Immobilienrente - Verkaufen bei lebenslangem Wohnrecht

(Auszug)

In Amerika oder England ist es schon seit Jahrzehnten üblich, sein Haus zu verrenten. So wird zusätzliches Geld frei für den wohlverdienten Lebensabend oder für Kosten, die im Alter entstehen. Es ist auch für diejenigen eine Alternative, denen die Rente nicht ausreicht und die trotz Eigenheim in HartzIV abrutschen könnten. Anstatt das Haus zu verkaufen und zunächst in einer kleinen Wohnung das Vermögen aufzubrauchen um später von HartzIV zu leben, könnte das Haus verrentet werden. Die Vorgehensweise ist recht einfach. Das Haus wird an einen Dritten notariell verkauft, mit lebenslangem Wohnrecht für den Verkäufer. Zusätzlich verpflichtet sich der Käufer, eine monatliche Rente an den Eigentümer zu zahlen. Der Vorteil für den Eigentümer: erbleibt in seinem Haus und in seiner vertrauten Umgebung wohnen und erhält zusätzlich eine monatliche Rente. Der Käufer "spart" durch die monatliche Rentenzahlung sein Haus an und finanziert damit sein künftiges Heim, zunächst ganz ohne Bank und Zinsen.